06 12 2013

Pflege und Medizin wachsen zusammen

Im neuen Ärztehaus am Nordring feiern Verantwortliche und Gäste planmäßig Richtfest

Bünde. Fünf Stockwerke hat das neue Ärztehaus am Nordring und 5.500 Quadratmeter Nutzfläche. 90 Betonpfähle bilden das Fundament, jeder einzelne steckt zwölf Meter tief im Boden. Am 15. Juni 2014 soll das etwa acht Millionen teure Projekt fertig sein. Jetzt feierten die Verantwortlichen das Richtfest.

Das sind aber nur die Zahlen und Fakten des Bauprojektes, das im vergangenen Mai begonnen wurde. „Das Ärztezentrum ist eine wichtige Schnittstelle zwischen Pflege und Akutmedizin“, sagt Udo Ellermeier, Regionalgeschäftsführer des evangelischen Johanneswerks, das den Neubau in Auftrag gab. Eine gute Mischung aus Ärzten aller Fachrichtungen käme hier unter einem Dach zusammen, das führe zu einer besonderen Verbundenheit untereinander.
Dieses Konzept soll auch der Abwanderung von Ärzten entgegenwirken. Ein großzügiges Platzangebot in zentraler Lage und das komplett barrierefrei – „da wird der Standortvorteil für eine dauerhafte Anbindung der Ärzte sorgen“. Vom Chirurg bis zum Zahnarzt werden alle Bereiche im Ärztehaus vertreten sein. Von der Radiologie mit Kernspin- und Magnetresonanztomograph profitiert die gesamte Ärzteschaft. Außerdem werden Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie und Reha-Sport angeboten, auch ein Sanitätshaus und eine Apotheke werden mit im Haus sein.

Etwa 100 Bewohner des Jacobi Hauses und 50 aus der Seniorenwohnanlage können sich über den hochwertigen Gastronomiebereich der Firma Bruns freuen, der mit einer Außenanalge die „besonders schöne Lage an der Else“ nutzen wird.
„Das Haus steht aber jedem offen“, betont Burkhard Bensiek, der Vorstand des evangelischen Johanneswerks. Etwa 90 Prozent der Flächen sind bereits vermietet. Die Ärzte, die schon vor Baubeginn fest standen, haben sogar mehr Platzbedarf als geplant. „Ursprünglich sind wir von einer viel kleineren Nutzfläche ausgegangen. 2.000 Quadratmeter waren eigentlich geplant“, sagt Architekt Karsten Monke.
Um auch den voraussichtlichen Besucherzahlen des Ärztehauses in der Innenstadt gerecht zu werden, wird bis zur Eröffnung noch ein Parkhaus mit 250 Stellplätzen entstehen. Die Verkehrsanbindung über den Nordring sieht Dr. Andreas Siepenkothen, Technischer Beigeordneter der Stadt, unproblematisch. Und auch der ausführende Bauunternehmer Frank Kögel sagt: „Die Belastung für die Straße wird eher abnehmen, da die Autofahrer nicht mehr vielfach hin und her fahren müssen, um einen Parkplatz zu finden.“ Trotz des engen zeitlichen Bauplans fand das Richtfest mit vielen Besuchern wie geplant statt. Und auch die Fertigstellung am 15. Juni könne eingehalten werden. „Ab dem 1. Juli ziehen dann die Ärzte ein“, so Ellermeier.

Artikel aus der NW, 30.11.2013
(von: Thomas Klüter, Luftbild: Matthias Möller)

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