Hotel am Stadtholz

Hotel am Stadtholz

Das Grundstück befindet sich in einem innerstädtischen Entwicklungsareal von Bielefeld, dass südlich durch Hochschuleinrichtungen, westlich durch den Kesselbrink und nördlich durch die Bahntrasse zum Güterbahnhof begrenzt wird.
Diverse Entwicklungen wurden in diesem Areal bereits umgesetzt, beziehungsweise befinden sich in der Umsetzung, wie zum Beispiel der Neubau der Seidenstickerhalle als Sport- und Veranstaltungshalle, diverse Büroneubauten mit mehreren tausend Quadratmetern Bürofläche, Townhäuser im Bereich des Freibades, sowie Handels- und Wohnbauflächen als Revitalisierung des ehemaligen Schlachthofareals. Weitere Entwicklungen werden auf dem grossflächigen Areal eines Autohauses folgen.

Östlich begrenzt der geplante Hotelneubau – der unmittelbar gegenüber dem Eingang der Seidenstickerhalle sich befindet – dieses Areal.
Städtebaulich übernimmt dieser Neubau – durch seine Vertikalität – die Funktion einer Landmarke in diesem heterogenen Areal und ist somit ein Orientierungspunkt in der Stadt. Das vergrösserte Erdgeschoss bildet die strassenbegleitende Raumkante zur Werner-Bock-Strasse und zur Strasse am Stadtholz. Die aufgehenden Zimmergeschosse (Ost-West ausgerichtet) überkragen das Erdgeschoss zur Werner-Bock-Strasse hin und bilden somit eine gedeckte Vorfahrt aus und markieren dadurch eindeutig den Eingangsbereich. Das angedachte Bürogebäude auf dem westlich angrenzenden Grundstück würde die neuen vom Hotel definierten Raumkanten aufnehmen und fortsetzen.

Das Raumprogramm entspricht den Vorgaben internationaler Hotelketten im Mid-Class-Segment und ist wie folgt gelöst:
Im Erdgeschoss befindet sich die Lobby mit der Anmeldung und den dahinter liegenden Bürobereichen, das Restaurant, eine Bar, teilbare Seminarräume, die Küche mit den dazugehörigen Lagerräumen und der Anlieferung, sowie Medienplätze und die öffentlichen WCʼs.
Im Untergeschoss befindet sich der Fitnessraum, der durch großzügige Lichtschächte mit Tageslicht versorgt wird, sowie diverse Lager- und Technikräume. Im 1. bis zum 9. Obergeschoss befinden sich die 117 Standardzimmer und im 10. Obergeschoss 4 Suiten, sowie eine Skybar.
Von der Skybar aus schaut man – durch die Höhe von über 33m über Gelände – über Bielefeld und entlang der Höhenzüge des Teutoburger Waldes und sieht neben der Sparrenburg, das Hermansdenkmal in Detmold und bei klarer Sicht das Kaiser-Wilhelms-Denkmal in Porta Westfalica.
Die vertikale Erschließung erfolgt über die beiden Aufzüge und die beiden Sicherheitstreppenhäuser mit vorgelagerter Schleuse.
Gestalterisch ist das Gebäude durch die stringende Lochfassade, mit vertikalen Fenstern geprägt, die sich nur im Erdgeschoss großflächig öffnet und im Bereich der Skybar. Die Pfeiler und Brüstungen sollen durch messingfarbene Alupaneele verkleidet werden.
Statisch ist das Gebäude ein konventioneller Stahlbetonbau mit tragender Fassade und statisch wirkenden Hotelflurwänden. Die stützenfreie Auskragung der Obergeschosse über dem Erdgeschoss erfolgt über die Ausbildung der Hotelflurwände als wandartige Träger.

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